Tiefbau mit Hightech: Milchwerke Schwarzenfeld

Die Milchwerke Schwarzenfeld erweitern ihre Produktionskapazitäten durch den Bau eines neuen Gebäudes auf dem Werksgelände. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse zwischen bestehenden Werksstraßen und angrenzenden Gebäuden war es nicht möglich, die Baugrube wie üblich mit schrägen Böschungen anzulegen. Stattdessen wurde eine spezielle Baugrubensicherung erforderlich, um die umliegende Infrastruktur zu schützen und die Bauarbeiten sicher durchzuführen.

Hierzu kamen sogenannte Spundbohlen zum Einsatz – lange, stabile Stahlprofile, die senkrecht in den Boden eingebracht werden und eine dichte Wand um die Baugrube bilden. Je nach Bauabschnitt betrug die Länge dieser Spundbohlen zwischen 9 und 14 Metern. Damit sie im festen Boden sicher eingebracht werden konnten, wurden im Vorfeld gezielte Lockerungsbohrungen durchgeführt. Diese Technik erleichtert das sogenannte Einvibrieren der Bohlen, bei dem sie mithilfe von Rüttelgeräten in den Untergrund eingebracht werden.

Aufgrund der statischen Anforderungen reichte die reine Spundwand jedoch nicht aus, um dem Erddruck dauerhaft standzuhalten. Daher wurden zusätzlich temporäre Litzenanker eingesetzt. Diese hochfesten Spannanker wurden mit einer Länge von bis zu 18 Metern schräg in den Boden gebohrt und verankert, um die Spundwände rückzuhalten und die Stabilität der gesamten Baugrube zu gewährleisten.

Mit dieser technisch anspruchsvollen Baugrubensicherung konnte eine sichere Gründung des neuen Produktionsgebäudes ermöglicht werden – und gleichzeitig der laufende Betrieb auf dem Werksgelände ungestört weitergehen.

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