Für den Neubau eines Wasserkraftwerks an der Naab war beim Bau des Maschinenhauses eine sichere und wasserdichte Baugrubensicherung erforderlich. Da direkt am und teilweise im Fluss gearbeitet werden musste, stellte die Baustelle besondere Anforderungen an Planung und Ausführung.
Um das Maschinenhaus trocken und stabil gründen zu können, wurden sogenannte Spundbohlen eingesetzt – bis zu 9 Meter lange Stahlprofile, die senkrecht in den Boden eingebracht wurden. Sie bilden eine dichte Wand, die das Eindringen von Wasser verhindert und die Baugrube während der gesamten Bauzeit schützt. Nach Abschluss der Arbeiten wurden die Spundwände wieder vollständig ausgebaut, um die Eingriffe in die Umwelt so gering wie möglich zu halten.
Die Umsetzung der Maßnahme war mit einigen Herausforderungen verbunden: Zum einen war die Zugänglichkeit des Bauplatzes erschwert, da direkt am Fluss gearbeitet wurde. Zum anderen mussten sämtliche Arbeiten am fließenden Gewässer mit großer Sorgfalt durchgeführt werden – insbesondere im Hinblick auf Umwelt- und Naturschutzauflagen.
So fand eine enge Abstimmung mit den zuständigen Umwelt- und Naturschutzbehörden statt. Besondere Rücksicht wurde dabei auf sensible Zeiträume wie die Laichzeit der Fische genommen, um Beeinträchtigungen des Ökosystems möglichst zu vermeiden.
