Im Rahmen der Erschließung eines neuen Gewerbegebiets in der Nähe der A3-Ausfahrt Rosenhof mussten frühzeitig Teile des geplanten Kanalsystems sowie mehrere unterirdische Schachtbauwerke gebaut werden. Dabei stellte das anstehende Grundwasser eine besondere Herausforderung dar: Teile der Baugrube lagen unterhalb des Grundwasserspiegels, was eine herkömmliche Bauweise ohne zusätzliche Maßnahmen unmöglich machte.
Um die Arbeiten dennoch sicher und trocken ausführen zu können, wurden spezielle sogenannte Schlossspundwände eingesetzt. Diese Stahlwände werden senkrecht in den Boden gerammt und dicht miteinander verbunden. Damit kein Wasser durch die Verbindungsstellen der einzelnen Spundbohlen eindringt, wurden die sogenannten “Schlösser” zusätzlich mit einer bituminösen Dichtung versehen – einer Art wasserundurchlässigem Dichtstoff.
Die Spundwände bildeten so eine temporäre, wasserdichte Umfassung für die einzelnen Bauabschnitte des Kanalsystems. Je nach Baufortschritt wurden sie abschnittsweise eingebaut, um den nächsten Teil der Leitung sicher zu errichten – und nach Fertigstellung der Arbeiten wieder entfernt.
Durch dieses Verfahren konnte der Kanalbau unter schwierigen Grundwasserbedingungen zuverlässig durchgeführt werden. Es ist ein gutes Beispiel dafür, wie moderne Bautechnik auch unter anspruchsvollen geologischen Bedingungen effiziente und sichere Lösungen bietet – und so wichtige Infrastrukturprojekte wie die Gewerbegebietserweiterung bei Rosenhof möglich macht.
